Kopenhagen

IMG_8085Endlich mal wieder mit dem Zug unterwegs. Heute geht es nach Kopenhagen mit einem Intercity der dänischen Staatsbahn! Die Triebzüge sind auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig. Auf den Zweiten übrigens auch… Erst wenn man ein wenig stöbert, findet man den Sinn dieser übergroßen Gummiwülste. Einmal Ausholen…, das Land ist ja nicht sooo groß. Also verkehren viele Züge als so genannte Flügelzüge, heißt, ein Stück fahren sie als Einheit, um dann Einzeln ihren Endpunkt zu erreichen. Die Wülste können sich schön zusammendrücken und den Abstand zwischen den einzelnen Zügen druckdicht verschließen. Das Entkoppeln funktioniert, so was hatte ich auch noch nicht gesehen, zwar im Bahnhof, aber noch während der Fahrt. Es schnurpst kurz und schon stehen die Züge getrennt da. (In Deutschland ist das eine echte Show mit mehreren Beteiligten!) Im gekuppelten Zustand werden die Führerstände beiseite geklappt und man kann durchlaufen.

Die nächste Besonderheit, die ich so noch nicht gesehen hatte, Diesel- und Elektrozüge fahren in einer Einheit. Und alle(!) sind in Betrieb…so eine Art Hybrid oder besser Plugin, nur das der Dieselmotor Plugin spielt. Gut es ist Wochenende und man kann sagen, die Züge sind, obwohl fast alle 30min einer geht, recht voll. Naja, zumindest die 2. Klasse. Hier habt man noch keine ‚tollen‘ Wort gefunden, wie Business, Executiv, Standard…hier trennt man ganz klassisch in 1. und 2. Klasse. Wobei die 1. Klasse nicht so viele Plätze hat wie in anderen Ländern. Egal, leichte Getränke und Kaffee sind Inklusive, den Kaffee muß man sich jedoch selber mixen (nicht schlimm). Ja, da stehen wirklich Kannen mit heißem Wasser…! Ansonsten muss man natürlich feststellen, das es außer den gigantischen Brücken nichts aufregendes links und rechts der Strecke zu sehen gibt. Egal, die Fahrt war ja nun auch nicht so lang.

Rundgang Kopenhagen

Gestern endete ich ja mit dem Satz, das man an Odense getrost vorbeifahren könne. Dem ist hinzuzufügen…um schneller in Kopenhagen zu sein. Um es vorweg zu nehmen, die Stadt hat mir schon gefallen. Das begann schon am Bahnhof, dem hat man zwar die eine oder andere Fressbude im Inneren hinzugefügt, aber hat er dadurch nichts von seiner Ursprünglichkeit eingebüßt. (Na vielleicht doch, die innere Größe ist ein wenig verloren gegangen). Das erste Bild ist keine(!) Modellbahn!

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Ich war doch ein wenig überrascht, als ich durch die Stadt ging. Ich war sicher schon ein zwei Mal geschäftlich in Dänemark und habe nicht weiter über Land und Leute nachgedacht. Mein Bild von Dänemark/Kopenhagen ist, zumindest bis heute geprägt gewesen, von der Olsenbande! Das war für mich Kopenhagen und wenn man aus westlicher Richtung die Stadt erreicht, legt man dieses Bild auch noch nicht ab. Hier wurden anscheinend die Typenhäuser erfunden. Also immer mehrere exakt gleiche Häuser nebeneinander. Und das hat sich in jeder Epoche fortgesetzt… Wahnsinn! In den östlichen Vororten ist das anders, hier stehen/entstehen hypermoderne Wohnhäuser in bester Lage, wo sich die Architekten richtig ausgetobt haben… Zurück in die ‚Innenstadt‘, Bürgerhäuser, Kaufmannshäuser, Schloß, Börse…alles was das Herz begehrt…schön…

…und so weiter man kommt, um so kleiner und älter werden die Häuser. Bis man auf die Freistadt Christiania trifft. Hier steppt die kleine Meerjungfrau…unter dem alternativen Deckmäntelchen (man hält sich für frei von Gesetzen) sind hier allerlei dunkle Gestalten (im wahrsten Sinne des Wortes) dabei, ganz offiziell (aus ihrer Sicht) Drogen zu verticken… Und was machen wir um Drogen…einen Bogen! (das musste jetzt mal sein) Aber man tut dem Gelände unrecht, hier sind alternative Kunstformen genauso anzutreffen, wie Cafés und kleine Restaurants (naja). So, jetzt genug geschwafelt für heute!

Fazit

Also Kopenhagen muss man gesehen haben. Und das ohne wenn und aber! Auf Grund der Wetterlage, war die Stadt heute kein Ort des Verweilen’s. So konnte ich die Oresund-Brücke begutachtet und bin so noch nach Schweden gekommen. Dazu vielleicht morgen mehr.

Odense

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